Forschungsallianzen
Forschungsallianzen bündeln an der TUM School of Medicine and Health wissenschaftliche Expertise zu zentralen Zukunftsthemen. Sie vereinen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen und schaffen einen langfristigen Rahmen für exzellente, thematisch fokussierte Forschung. Im Unterschied zu zeitlich begrenzten Forschungsprojekten sind Forschungsallianzen dauerhaft angelegt und fest in die Strukturen der School integriert. Neben den MH-Forschungsallianzen bestehen an der TUM School of Medicine and Health weitere Forschungsverbünde und Kooperationen mit unterschiedlichen organisatorischen Strukturen und Zielsetzungen.

Foto: Microsoft Copilot (KI-generiert)
Die MH-Forschungsallianz für Neurotechnologie und Neuroassistive Systeme ist eine Initiative der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie am Klinikum der Technischen Universität München. Sie verbindet klinische Neurochirurgie, translationale Neurotechnologie, Robotik, künstliche Intelligenz und Neuroethik zu einem Schwerpunkt der restaurativen Neurowissenschaften.
Vier Achsen tragen die Arbeit. Sie entwickeln Schnittstellen für die sensomotorische Rehabilitation bei Querschnittlähmung und nach Schlaganfall, untersuchen Kommunikation und höhere kognitive Funktionen, verbinden körpernahe Robotik mit Neuroprothetik und stellen dafür künstliche Intelligenz, Dateninfrastruktur und Governance bereit. Im neurochirurgischen Operationssaal wurde 2025 europaweit erstmals eine chronische Mikroelektroden-Schnittstelle bei traumatischer Querschnittlähmung implantiert.
Das Münchner Zentrum für Gesundheitsökonomie und -politik (M-CHEP) besteht aus 15 Lehrstühlen und Professuren an der Technischen Universität München (TUM), der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), der Universität Augsburg, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Universität Bayreuth. Das Ziel des M-CHEP ist es, die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Forschern im Bereich Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik zu fördern, die in und um München, Bayern, tätig sind.
Das TUM Center for Health Promotion and Prevention in Childhood and Adolescence (CHAMPION) wurde im Oktober 2022 unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention gegründet. Die feierliche Eröffnung fand auf dem neuen TUM-Campus im Olympiapark während des “International Summit on Child Health and Well-being” statt. Bereits im Jahr 2020 begannen Mitglieder der damaligen Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften (heute: Department Health and Sport Sciences) gemeinsam mit Mitgliedern der TUM Fakultät für Medizin, der TUM School of Life Sciences und weiteren Partnerinnen und Partnern mit der Ausarbeitung des CHAMPION-Konzepts. Seit 2023 ist CHAMPION vollständig in die neue TUM School of Medicine and Health integriert und übernimmt eine führende Rolle in Forschung und Lehre zu allen Themen der Gesundheitsförderung und Prävention im Kindes- und Jugendalter.
Das Center for Global Health wurde 2017 von den Professorinnen Andrea Winkler und Clarissa Prazeres da Costa gegründet. Das Center for Global Health ist an der medizinischen Fakultät der TUM angesiedelt und wird von der Abteilung für Neurologie des Klinikums rechts der Isar sowie vom Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene der TUM finanziert und unterstützt. Diese Zusammenarbeit verdeutlicht den interdisziplinären Ansatz der TUM, der für die Aktivitäten des Center for Global Health von entscheidender Bedeutung ist.